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Wie gehe ich achtsam mit mir um?

Fast alle, die zum ersten Mal den Angriff vieler Menschen auf sich, ihre Meinung und ihr Umfeld erleben, empfindeen das als traumatisierende Erfahrung. Bei Menschen, die sich in traumatisierten Situationen wiederfinden, geht es in der ersten Phase darum: Tun Sie das, was Ihnen hilft. Und das bedeutet auch, dass Sie physisch und psychisch auf sich achten müssen.

Wenn Sie ein Mensch sind, der sich über die Atmung fokussiert und damit etwa leichter und ruhiger einschlafen kann. Tun Sie es! Wenn Sie jemand sind, der sich beim Sport abreagiert: Tun Sie es! Wenn Sie Austausch und Freund*innen brauchen, um Ihre Situation zu besprechen: Tun Sie es!

In ein Gefühl hineinzugehen ist im ersten Moment wichtig, aber man sollte auch einen Stopp finden, erklärt die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Bettina Moll. „Man sollte bewusst wahrnehmen, was man tut. Aber versuchen, es nicht gleich zu bewerten.“

Wenn Sie also für den Moment auf Verdrängung setzen wollen und eine Serienstaffel anschauen möchten, dann muss Sie nicht gleich ein schlechtes Gewissen plagen. Gut tut in dieser Situation, was hilft. Wenn Sie in ein Loch fallen, geht es im ersten Moment darum, sich wieder aufzurichten.

Dennoch sollten Sie sich nicht zu stark mit dem Angriff identifizieren: Wenn Sie den Autopiloten einschalten, dieser Zustand mehrere Wochen überschreitet und der Angriff immer noch das dominierende Thema ist, dann sollten Sie sich vorsichtig fragen, ob Sie weitere Hilfe benötigen. „Ich komme allein nicht heraus“, sich das einzugestehen ist keine Schande. An der Stelle kann eine neutrale, unterstützende Person – sprich: eine Psychologin oder ein Psychiater – dabei helfen, den Angriff zu verarbeiten.

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