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Wie gehe ich mit meiner Impressumspflicht um?

Du hast einen Blog oder eine Internetseite? Hier gibt es für deine persönliche Unversehrtheit im Zweifelsfall durchaus eine Herausforderung. Mit der Angabe deiner Adressdaten machst du dich verletzbar. Juristisch ist es nicht erlaubt, eine Website ohne ein gültiges Impressum zu betreiben. Wenn du Gefahr für Leib und Leben spürst, hast du mehrere Möglichkeiten, dem zu entgehen:

Manche Firmen und Co-Working-Spaces bieten eine Drittadresse an, unter der man faktisch erreichbar ist, ohne seine Privatadresse anzugeben. Das ist zwar rechtlich umstritten, bietet juristisch in Bezug auf die Impressumspflicht jedoch Argumentationsspielräume.

Alternativ kannst du dein Impressum genau dann löschen, wenn der Druck zu groß ist und du die Gefahr abwenden willst. Das ist zwar nicht rechtssicher, macht aber deine Wohnadresse bis auf weiteres unsichtbar. Unser ganz persönlicher Tipp: Persönliches Wohl geht im Zweifel vor Abmahnkosten.

Der Streitwert beträgt bei einem geltend gemachten Wettbewerbsverstoß aufgrund eines fehlenden Impressums nicht selten 5.000 Euro. Hier gibt es zum Beispiel einen Beschluss des OLG Köln und OLG Frankfurt a.M.

In diesem Falle kostet eine Abmahnung bei einer Gebühr nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz 489,45 Euro inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer. Im Ernstfall ist das Hotelzimmer, in dem du dir Schutz suchst, teurer als die die Abmahnung, die du erhalten könntest.

Zudem solltest du bei deinem Bezirks- oder Einwohnermeldeamt eine Meldesperre erwirken. Informationen hierzu findest du in der Regel auf den jeweiligen Websites der Ämter oder der Polizei.

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