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Wie kann ich meinen Ruf im Netz wiederherstellen?

Der Angriff ist abgeebbt. Mit etwas Abstand ist jetzt Zeit digitale Hygiene zu betreiben und Ihr Ruf im Internet wiederherzustellen.

Hier kommt es im Wesentlichen darauf an, wie der Angriff auf Sie konkret aussah. Wurden zum Beispiel Lügen oder Artikel mit Falschbehauptungen über Sie verbreitet, kann ein erster Schritt zum Beispiel die Beantragung der Löschung von Suchergebnissen direkt bei Google sein. Google hat 2014 auf das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) geforderte „Recht auf Vergessenwerden“ reagiert und nimmt seitdem Anträge auf Löschung entgegen.

Für das Formular müssen Sie eine gut erkennbare und deutlich lesbare Kopie Ihres gültigen Führerscheins, Personalausweises oder eines anderen gültigen Lichtbildausweises hinzufügen – so will der Konzern sichergehen, dass nicht jemand unter falscher Identität das Formular missbraucht.

Die EuGH-Richter haben geurteilt, dass Links zu Inhalten entfernt werden müssen, die „in Anbetracht aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der verstrichenen Zeit, den Zwecken, für die sie verarbeitet worden sind, nicht entsprechen, dafür nicht oder nicht mehr erheblich sind oder darüber hinausgehen“.

Sie haben maximal tausend Zeichen Platz, um Ihren Wunsch zu begründen. Das reicht für wenige Sätze, in denen Sie angeben müssen, warum die Information auf einer Website zum Beispiel Ihre Persönlichkeitsrechte berührt. Aufgrund der undurchschaubaren Praxis, nach denen Googles interne Jurist*innen prüfen, gibt es keine Abschätzung, wie erfolgreich ein Löschantrag sein wird.

Eine weitere Möglichkeit, die Suchmaschinenergebnisse zu beeinflussen ist nicht die Ergebnisse zu löschen, sondern neue, positive zu kreieren, die für Google relevanter sind – und damit ganz oben im Ranking aufzutauchen.

Obwohl die Webseite ursprünglich gegen rechte Seiten gerichtet war, lohnt sich die Übersicht von Feministclickback über Suchmaschinenoptimierung, damit Ihr aktuelles Leben, nicht Ihre Vergangenheit ganz oben in Suchmaschinen auftaucht.

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