Stoppt digitale Gewalt gegen Frauen! #makeitsafe

Gesicht einer Frau mit blutender Nase und aufgemaltem Hashtag #b**ch

Jeden Tag werden Frauen in den sozialen Medien attackiert. Online-Plattformen und die Politik haben bisher kaum etwas getan, um das zu ändern. Jetzt reicht es! Lasst uns das Internet zu einem sicheren Raum für Frauen machen. Mach mit und sei Teil unserer europäischen Bewegung!

Ein Schulfreund rief mich an und sagte, er habe meine Nacktbilder im Internet gesehen. Als ich die Bilder fand, hatten sie mittlerweile schon ein paar tausend Klicks. Das war vor zwei Jahren. Seitdem verfolgt mich das Thema: Ich finde die Bilder immer noch auf verschiedenen Pornoplattformen.”

Yasmin, Krankenschwester, 37, Hamburg, Deutschland

Überall in Europa werden Frauen online sexuell belästigt oder verleumdet. Jedes zweite Mädchen oder junge Frau wurde bereits in den sozialen Medien angegriffen. Online-Plattformen ignorieren die Gewalt und die Täter*innen bleiben meist straffrei. Millionen von Frauen und Mädchen ziehen sich aus den sozialen Medien zurück, weil sie keine Möglichkeit mehr haben, sich zu schützen. Das muss jetzt aufhören. Und du kannst dabei helfen!

Die Europäische Union (EU) wird bald neue Regeln für das Internet verabschieden. Dies ist unsere einmalige Chance, das Internet sicher zu machen. Gemeinsam können wir von der EU den Schutz von uns, unseren Schwestern, Töchtern, Müttern und Freundinnen einfordern. Werde Teil unserer Bewegung: Unterzeichne die Petition!

Wir fordern:

  • Verpflichtet Online-Plattformen dazu, illegale Inhalte zu entfernen! Das Internet ist voll von rechtswidrigen sexistischen Hasskommentaren, Vergewaltigungsdrohungen. Wenn Nutzer*innen illegale Inhalte melden, ist die Reaktion der Plattformen meist sehr unzuverlässig. Die automatische Bewertung der gemeldeten Inhalte ist oft fehleranfällig. Für die Plattformen bestehen keinerlei Verbindlichkeiten, gemeldete illegale Inhaltezu entfernen. Deswegen fordern wir, die Online-Plattformen zu verpflichten, illegale Inhalte zu entfernen, wenn sie gemeldet werden.
  • Schafft einfache und effektive Kontaktmöglichkeiten für Nutzer*innen! Wenn Nutzer*innen die Plattform kontaktieren, um Hatespeech zu melden, erhalten sie meist nur eine automatische Antwort. Telefonnummern gibt es erst gar nicht. So bleiben Betroffene von digitaler Gewalt ohne Hilfe. Wir fordern einfache Kontaktmöglichkeiten für Nutzer*innen in jedem EU-Mitgliedsstaat -zugänglich in einer der offiziellen Sprachen.
  • Nehmt gestohlene Nacktbilder aus dem Netz! Jeden Tag werden Nacktbilder geleakt, gefälscht und ohne unsere Zustimmung auf Pornoplattformen hochgeladen. Das ist sexualisierte Gewalt. Wir müssen dann den Rest unseres Lebens damit verbringen, unsere Nacktfotos und -videos aus dem Internet zu fischen. Nichtdestotrotz werden die Bilder meist auf Hunderten von Pornoseiten immer wieder neu hochgeladen. Wir fordern von der EU: Stoppt den Missbrauch von Nacktbildern.
  • Lasst uns Nutzer*innen darüber entscheiden, was uns auf sozialen Medien angezeigt wird! Die automatischen Empfehlungssysteme der Online-Plattformen sind darauf trainiert, Hatespeech und skandalöse Beiträge zu verstärken. Ob absichtlich oder nicht: Online-Plattformen schlagen aus der Verbreitung von Hass Profit. Wir wollen an diesem Geschäft nicht mehr teilhaben. Deshalb sollen Nutzer*innen darüber entscheiden können, nach welchem System ihnen Beiträge in den sozialen Medien ausgespielt werden.

  • Macht die Gerichte zugänglich für uns Nutzer*innen! Ein Gerichtsverfahren gegen die Entscheidung einer Online-Plattform, die das Entfernen illegaler Beiträge verweigert, kann bis zu zwei Jahre dauern und mindestens ein Monatsgehalt kosten. Aus diesem Grund geht kaum jemand gerichtlich gegen eine Vergewaltigungsdrohung im Netz vor. Wir fordern einen einfachen und schnellen Zugang zu den Gerichten für alle Nutzer*innen. Wir alle müssen die Möglichkeit haben, unsere Rechte im Internet zu verteidigen.

Eine Petition von:

Unterstützt von:

Anna Nackt (Deutschland)
digitalt ansvar (Dänemark)
INACH (International)
Associação #NaoPartilhes (Portugal)
Stop Fisha (Frankreich)
PantallasAmigas (Spanien)
Zara (Österreich)
Media Diversity Institute (International)
BeLonG To (Irland)
#Ichbinhier (Deutschland)
neue deutsche medienmacher*innen (Deutschland)
Das NETTZ (Deutschland)
NO HATE SPEECH MOVEMENT (International)
Digitale Helden (Deutschland)
Plan International Deutschland e.V. (Deutschland)
bff – Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (Deutschland)
#jesuislà (Frankreich)
iamhere international (International)
European Women’s Lobby (International)
#NetzCourage (Schweiz)