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HateAid stärkt die Demokratie im digitalen Raum.

Wir treten an, um die digitale Welt für alle zu einem positiven Ort zu machen. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und vielem mehr. Dafür festigen wir immer und zuallererst demokratische Grundwerte. 

Indem wir bei digitaler Gewalt unmittelbar Beratung und rechtliche Unterstützung leisten. Indem wir Politik und Gesellschaft sensibilisieren für Missstände. Indem wir konkrete Lösungen schaffen für ein besseres Miteinander. 

Das alles mit dem einen Ziel: ein Netz, in dem die Meinungsfreiheit gewahrt und Teilhabe ermöglicht wird. 

Unsere Vision

HateAid wurde in der Überzeugung gegründet, dass jeder Mensch das Recht hat, sich im Internet frei zu entfalten. Hass, Gewalt und systematische Desinformation setzen unsere Meinungsfreiheit im digitalen Raum unter Druck. Wir sind überzeugt, dass Respekt und Toleranz entscheidend sind für eine Demokratie, die gerade heute dafür Unterstützung braucht.

Unser Weg

Digitale Gewalt betrifft uns alle 

Eine Gesellschaft kann nur so frei sein, wie ihre kleinsten Teile. Und wenn Einzelne sich nicht mehr trauen, ihre Meinung ohne Einschränkungen zu äußern, ist unsere Demokratie beschädigt.  

Viele Menschen schweigen mittlerweile aus Angst vor Hass. Besonders die, die auch in anderen Bereichen des Alltags Diskriminierung erleben. Und umso mehr, sobald sie im Netz Position beziehen. Während die, die am lautesten schreien und beleidigen, am meisten Aufmerksamkeit bekommen. 

Hier setzt HateAid an. Alle Betroffenen, die selbst keine digitale Gewalt verbreiten, können sich an HateAid wenden. Auf Wunsch erhalten sie zunächst eine emotional-stabilisierende Erstberatung. Und je nach Bedarf weitere spezifische Beratungen durch geschulte Betroffenenberater*innen. Das erfolgt kostenlos und unverbindlich. In ausgewählten Fällen unterstützen wir Betroffene zudem bei der Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche 

Doch das allein reicht nicht: Wir wollen, dass sich die Grundvoraussetzungen für Menschen, die digitale Gewalt erleben, nachhaltig verbessern. Deswegen klären wir Politik, Justiz und Wirtschaft über Hass im Netz auf und erarbeiten konkrete Lösungen zur Stärkung demokratischer Grundwerte im digitalen Raum 

Auf gesellschaftlicher Ebene engagieren wir uns gegen Gewalt im Netz. Mittels Kampagnen, Petitionen und Aktionen ermutigen wir, sich stark zu machen für eine Gesellschaft, die in allen Facetten Demokratie lebt. Wir arbeiten mit Medien und der Netzöffentlichkeit zusammen, um das, was uns treibt, sichtbar zu machen. Und wir ermutigen alle, sich online gegen Hass einzusetzen, Solidarität zu zeigen und rechtswidrige Inhalte zu melden. 

Protest in Berlin gegen bildbasierte Gewalt.

Protestaktion gegen bildbasierte Gewalt in Berlin. © Selene Magnolia

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Du hast ein Recht auf freie Meinung. Und auf ein Netz, in dem du sie äußern kannst.

Wenn einzelne Menschen nicht mehr ihre Meinung sagen, die laute Minderheit an Aufmerksamkeit gewinnt, Desinformation verbreitet wird, ist unsere Demokratie in Gefahr. Doch wir können das Netz nicht denen überlassen, die laut sind. Die sich nicht an Gesetze halten. Die andere menschenunwürdig behandeln. Denn Menschenrecht gilt auch digital.

Unsere Haltung

Wir sind unabhängig und überparteilich. Aber wir sind nicht neutral. Wir stellen uns entschieden gegen alle, die Menschenrechte verletzen und unsere Demokratie schädigen.

Unsere Geschichte

Digitale Gewalt aus verschiedenen Perspektiven 

[12:19] Jeanine Isernhagen I HateAid gGmbH Die HateAid-Gesellschafter*innen Felix Kolb, Gerald Hensel & Anna-Lena von Hodenberg.

Die HateAid-Gesellschafter*innen Felix Kolb,
Gerald Hensel & Anna-Lena von Hodenberg.

HateAid war die Idee mehrerer Akteur*innen, die sich einzeln schon lange gegen Hass im Netz stark gemacht hatten. 2018 wurde daraus die HateAid gGmbH, eine Organisation, die die Haltung zu digitaler Gewalt in Deutschland maßgeblich verändert hat. 

Unsere Co-Founder von Fearless Democracy e.V. mussten selbst umfassenden Hass erfahren. Einfach nur, weil sie im Netz politisch und gesellschaftlich Stellung bezogen hatten. Dass es dabei viel zu wenig Unterstützung gibt und digitale Gewalt die Meinungsfreiheit im öffentlichen Raum empfindlich stören kann, waren für sie Schlüsselerlebnisse. Um etwas zu schaffen, das nachhaltig gegen digitale Gewalt wirkt, fanden sie in der Bürgerbewegung Campact e.V., einem gegen rechte Gewalt engagierten Volljuristen und Anna-Lena von Hodenberg als Gründungsgeschäftsführerin Gleichgesinnte. HateAid startete als reine Beratungsstelle mit Rechtsdurchsetzung und weitete das Angebot schnell Richtung politische Arbeit und Kampagnen rund um digitale Gewalt aus.  

Anna-Lena von Hodenberg wurde dabei zur treibenden Kraft der Organisation. Die gelernte Fernsehjournalistin hatte sich bereits bei Campact als Campaignerin leidenschaftlich gegen Hatespeech engagiert. Mit HateAid kann sie sich nun noch intensiver der Wahrung der Meinungsvielfalt und Demokratie im Netz widmen – ein Herzensprojekt.  Als CEO von HateAid bekam sie den „Digital Female Leader Award“ in der Kategorie „Social Hero“ (2020), sie ist eine der „Helden und Heldinnen ’21“ (The Pioneer, 2021), ein „Ashoka-Fellow“ (2021) und wurde ausgezeichnet als „Top 40 unter 40“ (Capital Magazin, 2021) sowie als „40 over 40 – Germany’s most inspiring women“ (Female One Zero, 2022). 

Wirklich wichtige Dinge aber können wir nur im Team erreichen – so ist es auch bei HateAid: Mit Rechtsanwältin Josephine Ballon, die die juristische Stimme von HateAid nach außen ist, und mittlerweile über 40 weiteren engagierten Kolleg*innen setzen wir uns täglich dafür ein, das Internet zu einem besseren Ort zu machen. 

Wie wir uns finanzieren

Förderungen, Spenden, Solidaritätsprinzip – so finanzieren wir uns. 

Initiative Transparente Zivilgesellschaft Logo

HateAid ist Mitglied der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ)“. In unserem aktuellen Transparenzbericht findest du alle wichtigen Informationen zu unserer Organisation. 

Der Bericht zeigt: HateAid wird zum Großteil von privaten und öffentlichen Förderungen finanziert (s. u.). Unsere Organisation benötigt mehr freie Spenden, um schnell und unbürokratisch handeln zu können.

Ein Sonderfall ist unsere Prozesskostenfinanzierung. Im Rahmen dieses Angebots übernehmen wir in geeigneten Fällen die teuren Anwalts- und Gerichtskosten, sodass Betroffene unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten ihre Rechte durchsetzen können. Dafür haben wir den HateAid-Prozesskostenfinanzierungsfonds. Der funktioniert nach dem Solidaritätsprinzip: Bei erfolgreich durchgesetzten Geldentschädigungsansprüchen fließt dieser Betrag direkt an den Fonds zurück und wird für weitere Fälle eingesetzt. Doch der Fonds finanziert sich damit nicht vollständig. Daher unterstützen uns soziale Investor*innen, Organisationen, Stiftungen und private Spender*innen. 

Die HateAid Förder*innen
Logos der Förderpartner*innen 2023
Silke Muelherr, Co-CEO & Head of External Relations Alfred Landecker Stiftung

Die Alfred Landecker Foundation ermöglicht es, HateAid mit der Initiative „Landecker Digital Justice Movement“ aufs nächste Level zu heben – nicht nur deutschlandweit, sondern auch auf internationaler Ebene.

„Nur wenn es uns gelingt, Rechtsstaatlichkeit im Netz durchzusetzen, erlauben wir der Demokratie eine Überlebenschance in der Zukunft. Digitale Räume von Hass und Hetze zu befreien, ist in unser aller Interesse – und darum auch eine Aufgabe für Jede und Jeden von uns.“

Campact e. V. als Gesellschafter und die Demokratie Stiftung unterstützen HateAid seit der ersten Stunde, um mit uns die demokratischen Grundwerte auch im Netz zu verteidigen.

„Hatespeech gefährdet die Meinungsfreiheit im Internet und damit zunehmend auch einen Grundpfeiler unserer Demokratie. HateAid verteidigt die freie Rede, in dem es Betroffene unterstützt und dafür sorgt, dass Täter zur Verantwortung gezogen werden. Campact ist stolz darauf, diese Arbeit unterstützen zu können.“

Die Schöpflin Stiftung gehört zu unseren ersten Förderinnen für die politische Arbeit. Sie legt ihren Schwerpunkt auf demokratiefördernde Projekte und Advocacy-Arbeit für gesellschaftliche Veränderungen.

„Die Demokratie lebt von Debatte und Dialog. Diese verlagern sich immer mehr in die digitale Öffentlichkeit. Doch dort sind Menschen zunehmend von Hassrede bedroht. Mit HateAid unterstützen wir eine der Vorreiterinnen im Kampf gegen den Hass im Netz und sind stolz Partnerin fast von Anfang an zu sein.“

Das BMJ fördert unsere Sicherheitsberatung und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit seit 2019.

„Wir gehen entschlossen gegen die Radikalisierung im Netz vor, denn digitale Gewalt gefährdet die liberale Demokratie. Beleidigungen, Verleumdungen oder Morddrohungen sind strafbar – ob im analogen oder im digitalen Raum. Um sich gegen den Hass zu wehren, brauchen Betroffene wirksame Unterstützung. Deshalb fördern wir HateAid.“

Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann
Dr. Dirk Schauer, Geschäftsführer CMS Stiftung

Die CMS Stiftung unterstützt uns seit 2022 in unserer Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden.

„Wir wollen Betroffenen von digitaler Gewalt den Zugang zum Recht erleichtern. Sie leiden unter schwerwiegenden Folgen und brauchen oftmals juristische Unterstützung, um ihre Rechte durchzusetzen. Deshalb unterstützen wir HateAid bei der Aufklärung und Sensibilisierung von Strafverfolgungsbehörden. Damit Menschen, die Hass im Netz erleben, die Hilfe zukommt, die ihnen zusteht.“

Das BMFSFJ Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert Projekte zur Demokratieförderung und Extremismusprävention. Letzteres bildet u. a. HateAid mit dem Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz ab.

„Demokratie lebt von der Teilhabe aller. Die Gewalteskalation im Netz beobachten wir daher mit großer Sorge: Immer mehr Menschen werden online beleidigt, bedroht und gezielt aus dem öffentlichen Diskurs herausgedrängt. Es trifft oft vor allem diejenigen, die sich für unsere offene, vielfältige, demokratische Gesellschaft stark machen. Dieser Entwicklung treten wir entschlossen entgegen – für ein Internet, in dem sich alle sicher fühlen. Daher fördern wir HateAid über das Bundesprogramm Demokratie Leben‘.“

Lisa Paus
HateAid-Friederike-Behrends-c-Deutsche-Postcode-Lotterie

Die Deutsche Postcode Lotterie fördert die Beobachtung der Online-Präsenzen von Betroffenen digitaler Gewalt. So decken wir die Dynamiken des Hasses auf und können dagegen vorgehen.

„Als einzigartige Soziallotterie, bei der nicht nur ganze Nachbarschaften gewinnen können, sondern mit jedem Los gleichzeitig auch etwas Gutes getan wird, treten wir ein für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, für Vielfalt, Respekt und Toleranz und demokratische Grundwerte – und das ist wichtiger denn je, insbesondere in Zeiten eines erstarkenden Populismus und zunehmender Hassbotschaften im Internet. Wir freuen uns sehr, die wichtige Arbeit von HateAid dank unserer Teilnehmer*innen unterstützen zu können.“

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