Du bist von digitaler Gewalt betroffen?

Wir sind für dich da!

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beratung@hateaid.org

Rufe uns in den Sprechzeiten an:
030 / 252 088 38
Mo 10 – 13 Uhr | Di 15 – 18 Uhr | Do 16 – 19 Uhr  

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Helft mir!

Mit Recht gegen Hass.

HateAid bietet Betroffenen digitaler Gewalt ein kostenloses Beratungsangebot und Prozesskostenfinanzierung.

Menschen, die online Hass und Hetze erleben, die beleidigt, verleumdet oder bedroht werden, können sich an uns wenden. Wir helfen allen, die selbst keinen Hass verbreiten – unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, politischer Meinung und körperlicher Versehrtheit.

Unsere Geschichte

Am Anfang waren wir selbst betroffen. Zumindest einige von uns. Welche Folgen es haben kann, im Internet politisch und gesellschaftlich Stellung zu beziehen, mussten unsere Co-Founder von Fearless Democracy e.V. am eigenen Leib erfahren.

Danach war klar: Sie wollten Menschen in solchen Extremsituationen künftig beistehen und ihre eigenen Erfahrungen weitergeben. Gleichgesinnte fanden sie in der Bürgerbewegung Campact e.V. Campact hatte schon erfolgreich politische Kampagnen gegen digitale Gewalt geführt. Ihr Ziel: Die politischen Rahmenbedingungen dauerhaft so zu verändern, dass das Netz zu einem freien und demokratischen Raum ohne Gewalt werden kann.

Gemeinsam gründeten Fearless Democracy, Campact und ein gegen digitale Gewalt engagierter Volljurist 2018 mit Anna-Lena von Hodenberg als Gründungsgeschäftsführerin die HateAid gGmbH als erstes Beratungsangebot für Betroffene von digitaler Gewalt. Anna-Lena arbeitete zuvor u. a. als Fernsehjournalistin und setzte sich bei Campact als Campaignerin gegen Hatespeech ein.

Dass ein Angebot wie unseres lange nötig war, zeigt sich nicht nur am schnell wachsenden Klient*innenstamm, sondern auch an unserem Team: Neben Rechtsanwältin Josephine Ballon, die HateAids juristische Stimme nach außen ist, arbeiten wir mittlerweile mit insgesamt 38 engagierten Kolleg*innen daran, das Internet zu einem besseren Ort für alle zu machen.

Was wir tun

Wir stärken Demokratie und Meinungsvielfalt.

Digitale Gewalt trifft nicht jede*n einzelne*n, aber uns alle. Denn wenn einzelne Menschen nicht mehr ihre Meinung sagen können, trifft das die ganze Gesellschaft: Eine gesunde Demokratie funktioniert nur, wenn sich alle im Netz sicher fühlen, am öffentlichen Diskurs teilzunehmen.

Leider ist das oft nicht der Fall: Viele Bürger*innen werden aufgrund ihres Engagements für eine demokratische Gesellschaft oder ihres Lebenshintergrundes angegriffen, eingeschüchtert und aus dem Netz vertrieben. Deswegen helfen wir ihnen in der Notsituation und dabei, die Täter*innen zur Verantwortung zu ziehen. Wir wollen Gerechtigkeit für alle und auf die Gefahren für die Gesellschaft aufmerksam machen.

Deswegen klären wir Öffentlichkeit und Politik über digitale Gewalt auf. Wir sprechen über die Folgen für die Betroffenen und unsere Gesellschaft. Wir machen konkrete Vorschläge für Politik und Strafverfolgungsbehörden. Und wir ermutigen alle, sich online gegen Hass einzusetzen und rechtswidrige Inhalte zu melden. Dies geht nicht nur über unser Meldeformular, sondern auch ganz praktisch über die HateAid App.

Protest in Berlin gegen bildbasierte Gewalt.

Protestaktion gegen bildbasierte Gewalt in Berlin. © Selene Magnolia

Wie wir uns finanzieren

Das Solidaritätsprinzip. So finanzieren wir uns.

Wir helfen Menschen jeden Tag dabei, ihr Recht durchzusetzen. Dieses Angebot ist für alle Betroffenen kostenlos. Die teuren Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen wir. Dafür haben wir den HateAid Prozessfinanzierungsfonds. Der funktioniert nach dem Solidaritätsprinzip: Die erfolgreich eingeklagten Schmerzensgelder spenden die Betroffenen an den Fonds zurück und helfen damit den nächsten Betroffenen, ein Gerichtsverfahren zu finanzieren.  Langfristig soll sich unser Prozesskostenfinanzierungsfonds solidarisch aus den eingeklagten Geldentschädigungen finanzieren. Doch dies ist ein langer Weg. Bis dahin unterstützen uns soziale Investor*innen, Organisationen, Stiftungen und private Spender*innen.

Die ebenfalls für alle kostenlose Betroffenenberatung finanziert sich durch öffentliche Förderung, aber vor allem durch private Spenden. Betroffene in Notsituationen brauchen deine Solidarität – spende jetzt, damit wir schnell und unbürokratisch helfen können.

Initiative Transparente Zivilgesellschaft Logo

HateAid ist Mitlied der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ)“. In unserem aktuellen Transparenzbericht findest du alle wichtigen Informationen zu unserer Organisation.

Großspenden & Partnerschaften

Du möchtest HateAid im Rahmen einer strategischen Partner*innenschaft oder mit Großspenden unterstützen? Dann wende dich bitte an kontakt@hateaid.org. Wir freuen uns, von dir zu hören!

Die HateAid Förder*innen
Logos der HateAid-Partner*innen: Schöpflin Stiftung, open transfer accelerator, Demokratie-Stiftung campact!, Alfred Landecker Foundation, Deutsche Postcode Lotterie, Bundesministerium der Justiz, Bundesprogramm Demokratie leben!

Die Alfred Landecker Foundation ermöglicht es, HateAid mit der Initiative „Landecker Digital Justice Movement“ aufs nächste Level zu heben – nicht nur deutschlandweit, sondern auch auf internationaler Ebene.

„Die Zukunft der Demokratie entscheidet sich im Netz. Nur wenn Individuen in digitalen Räumen denselben Schutz genießen wie in der analogen Welt, können offene Gesellschaften fortbestehen.“

Campact e. V. als Gesellschafter und die Demokratie Stiftung unterstützen HateAid seit der ersten Stunde, um mit uns die demokratischen Grundwerte auch im Netz zu verteidigen.

„Hatespeech gefährdet die Meinungsfreiheit im Internet und damit zunehmend auch einen Grundpfeiler unserer Demokratie. HateAid verteidigt die freie Rede, in dem es Betroffene unterstützt und dafür sorgt, dass Täter zur Verantwortung gezogen werden. Campact ist stolz darauf, diese Arbeit unterstützen zu können.“

Die Schöpflin Stiftung gehört zu unseren ersten Förderinnen für die politische Arbeit. Sie legt ihren Schwerpunkt auf demokratiefördernde Projekte und Advocacy-Arbeit für gesellschaftliche Veränderungen.

„Die Demokratie lebt von Debatte und Dialog. Diese verlagern sich immer mehr in die digitale Öffentlichkeit. Doch dort sind Menschen zunehmend von Hassrede bedroht. Mit HateAid unterstützen wir eine der Vorreiterinnen im Kampf gegen den Hass im Netz und sind stolz Partnerin fast von Anfang an zu sein.“

Das BMFSFJ fördert unsere Betroffenenberatung im Rahmen ihres Bundesprogramms Demokratie leben! seit 2020. Das BMJ fördert unsere Sicherheitsberatung und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit seit 2019.

„Wir müssen die immer neuen Wellen des Hasses stoppen. Wer sich politisch äußert, wissenschaftlich forscht, medial berichtet, wird immer wieder Ziel von Attacken. Das ist eine ernste Bedrohung unserer Demokratie. Genauso wichtig wie die konsequente Strafverfolgung der Täter*innen ist: Solidarität und Unterstützung für Menschen, die angefeindet werden. Und die juristischen Mittel, um sich zu wehren. Deshalb unterstützen wir HateAid.

Christine Lambrecht Ehemalige Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz sowie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Foto: Thomas Köhler / photothek

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