„Das stimmt so nicht!“: Nachschlagewerk gegen Falschinformationen
„Man darf ja heutzutage gar nichts mehr sagen.“ Für den alltäglichen Umgang mit Stammtischparolen, Falschinformationen und Hetze veröffentlicht der Verein Mein Grundeinkommen in Kooperation mit HateAid und weiteren Partnerorganisationen ein Nachschlagewerk für alle, die gute Argumente brauchen. Das Buch Das Stimmt So Nicht! ist für einen Symbolpreis von 1 € in Print und digital verfügbar. Gesammelt sind dort die wichtigsten Gegenargumente auf die gängigsten Falschaussagen.
„Man darf ja heutzutage gar nichts mehr sagen“: Dieser Satz fällt des Öfteren beim alljährlichen Familienfest. Er begegnet uns in der Kneipe, auf Social Media und in Talkshows. Das verschlägt vielen die Sprache. Nicht, weil wir zustimmen – sondern weil uns im entscheidenden Moment die richtigen Worte, die Fakten und der Mut fehlen. Genau dort setzt „Das stimmt so nicht!“ an: Das kleine Buch macht Menschen im Alltag wieder sprechfähiger und setzt so vereinfachenden Erzählungen etwas entgegen: Gesammelt sind dort die wichtigsten Gegenargumente auf die gängigsten Falschaussagen.
„Wir alle kennen diesen Moment, wenn am Stammtisch oder im Chat plötzlich eine rassistische oder antisemitische Parole fällt und diese betroffene Stille entsteht. Genau dann ist Schweigen keine Option“, sagt HateAid-Geschäftsführerin Anna-Lena von Hodenberg. „Widerspruch ist hier unsere demokratische Pflicht im Kleinen. Dabei gilt: Wir dürfen in der Sache hart streiten, müssen aber im Umgang respektvoll bleiben.“
Eine respektvolle Debatte ohne strafbare Äußerungen online ist Kernthema von HateAid. Denn während demokratische Gesellschaften auf Kooperation, Gleichberechtigung und Schutz der Schwächeren beruhen, buhlen Big-Tech-Plattformen auf ihren Plattformen um die größte Aufmerksamkeit. Und auch hier gilt die Regel: Empörung erzeugt Reichweite. Algorithmen belohnen nicht das ausgewogene Argument, sondern was am besten klickt. Wer Komplexität anbietet, verliert im Wettbewerb um Reichweite gegen jene, die polarisieren und Desinformation verbreiten.
Für die guten Argumente im Alltag und online schafft Mein Grundeinkommen gemeinsam mit HateAid und weiteren Organisationen nun Abhilfe. Die erste Auflage umfasst 20.000 gedruckte Exemplare und kann für 1 € unter www.das-stimmt-so-nicht.de ab dem 3. Juni 2026 online bestellt werden. Zusätzlich erscheint das Buch als E-Paper und E-Reader-Version. Herausgebende Organisation ist Mein Grundeinkommen mit Beiträgen von HateAid, Amadeu Antonio Stiftung, Freunde fürs Leben, Fridays for Future, LSVD Berlin-Brandenburg, Pinkstinks, Sea-Watch, Sozialheld*innen und Volksverpetzer.
„Wenn Debatten in Schieflage geraten sind, verstehen wir es als gemeinsame Aufgabe von Zivilgesellschaft und Politik, diese wieder geradezurücken. Zur Zeit wird vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen die Arbeit allerdings politisch erschwert“, erklärt Kirsten Herrmann, Vorständin bei Mein Grundeinkommen. „Umso wichtiger ist es nun, dass wir uns als zivilgesellschaftliche Organisationen zusammentun und unsere Kräfte bündeln. Das haben wir mit Das Stimmt So Nicht! getan.“
HateAid gGmbH
Die gemeinnützige Organisation HateAid wurde 2018 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Sie setzt sich für Menschenrechte im digitalen Raum ein und engagiert sich auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene gegen digitale Gewalt und ihre Folgen. HateAid unterstützt Betroffene von digitaler Gewalt konkret durch Beratung und Prozesskostenfinanzierung. Geschäftsführerinnen sind Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon.
HateAid ist Trägerin der Theodor-Heuss-Medaille 2023, des Rothenburger Preises für Erinnerung und Zukunft, des Wertepreises für Demokratie der Werte-Stiftung, des For..Net Awards der Technischen Universität München und des Günter-Wallraff-Preises für Pressefreiheit und Menschenrechte 2026. 2025 nahm Anna-Lena von Hodenberg stellvertretend für die NGO das Bundesverdienstkreuz entgegen.
Pressekontakt: presse@hateaid.org
