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Shanley von der NGO StopFisha über ihr Engagement gegen unerlaubt veröffentlichte Nacktbilder im Netz

Zu Beginn der Corona-Pandemie gab es viele Fälle auf Facebook, Snapchat und in anderen Online-Netzwerken, in denen ungefragt Nacktfotos und andere intime Aufnahmen von Frauen und Mädchen hier in Frankreich auftauchten. Es gab Telegram-Gruppen, in denen die Fotos veröffentlicht wurden. Und auch zahlreiche Fälle, in denen die Adressen sowie persönlichen Daten von den betroffenen Frauen und Mädchen veröffentlicht wurden. Das wurde zu einem riesigen Problem und viele wussten nicht, wie sie sich wehren sollten.

Die Gründung von StopFisha: Ich musste einfach etwas tun 

Gerade inmitten der Quarantäne-Zeiten waren die Betroffenen völlig allein und isoliert. Es gab keine Stelle, an die sie sich wenden konnten. Social-Media-Plattformen halfen nicht. Die Polizei nahm keine Anzeigen auf. Häufig mit der Begründung, dass es sich um digitale Angriffe handele, die nicht für eine Anzeige in Frage kommen. Keine offizielle Stelle nahm sich dem Problem an. Ich dachte mir damals: ‘Das kann nicht sein, jemand muss etwas tun!’ 

Deshalb habe ich gemeinsam mit anderen die NGO StopFisha ins Leben gerufen. Es gab eine Leere, die wir füllen mussten. Ich kann mich noch erinnern, dass viele damals gesagt haben: ‘Shanley, das ist ein verlorener Kampf. Ihr könnt dagegen nichts ausrichten!’ Und es ging weiter, es wurden immer mehr intime Fotos von Frauen und Mädchen gepostet. Ich konnte nicht mehr aufhören, darüber nachzudenken, konnte nicht mehr ruhig schlafen. Es gab für mich nur einen Weg: Mich für die Betroffenen einzusetzen und etwas dagegen zu tun.

Die virtuellen Angriffe haben gravierende Auswirkungen

Die StopFisha-Gründerin Shanley.
Foto: Shanley McLaren

Über Shanley Clemot Mclaren

Shanley setzt sich als Aktivistin für Feminismus ein. Sie ist die Gründerin der NGO StopFisha und kämpft mit zahlreichen ehrenamtlichen gegen Cybersexismus und für die Rechte betroffener Frauen & Mädchen.

Ich selbst war nie davon betroffen. Aber so viele meiner Freundinnen litten unter diesen Angriffen. Für sie habe ich nach Beweismaterial gesucht und versucht, Daten der Täter*innen zu finden, damit sie zur Rechenschaft gezogen werden konnten. Was mir von dieser Zeit am eindrücklichsten im Gedächtnis geblieben ist, waren die Auswirkungen, die diese Angriffe auf die Betroffenen und auch auf mich selbst hatten. Mit Blick auf die mentale, sexuelle und auch physische Gesundheit.

Sie benutzen Scham als Waffe

Irgendwann realisierte ich, dass die Täter*innen Scham als Waffe benutzen. Und dass wir unsere Stimmen als Gegenwaffe nutzen müssen, um dagegen anzukämpfen. Mit unserer Arbeit haben wir bis heute eine Machtverschiebung erreicht – wenn die Angreifer*innen die Scham nicht mehr ausspielen können, haben sie nichts mehr in der Hand. Wir tun uns mit Organisationen in ganz Europa zusammen, um den Täter*innen diese Waffe zu nehmen. Zum Beispiel mit der Online-Petition, die HateAid letztes Jahr ins Leben gerufen hat. Und wir hören nicht auf, den Betroffenen weiterhin zur Seite zu stehen und auf das Problem aufmerksam

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Porträtfoto Ninia La Grande

Ninia LaGrande ist manchmal radikal höflich, wenn sie angegriffen wird – und irritiert damit viele.

Die StopFisha-Gründerin Shanley.

StopFisha-Gründerin Shanley kämpft gegen Gewalt durch Nacktbilder im Netz.

Die Zeichnung einer Frau am Telefon.

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