Ziele

Wir wollen Austausch statt Ausgrenzung

Hass im Netz ist kein Problem, das nur Prominente oder Politiker*innen betrifft, sondern viele Menschen, die im Internet ihre Stimme erheben. Besonders hoch ist die Gefahr für Leute, die sowieso schon in anderen Sphären des Lebens von Gewalt betroffen sind. Digitale Gewalt mag ein neues Phänomen sein, Diskriminierung dagegen nicht.

 

HateAid hilft Betroffenen von digitaler Gewalt und stellt dabei ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Hier ist es von Vorteil, dass einige unserer Mitarbeiter*innen selbst schon Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht haben. Alle Angegriffenen, die sich an HateAid wenden, erhalten zunächst eine Erstberatung und dann ggf. weitere spezifische Beratungen durch geschulte Betroffenenberater*Innen. Diese erfolgt telefonisch, per Chat, Mail oder im persönlichen Gespräch. Unsere Beratung ist für Sie kostenlos und völlig unverbindlich. Wie lange und wie wir Sie begleiten und welche unserer Ratschläge Sie annehmen, ist Ihnen überlassen.

Die Ziele von HateAid

HateAid klärt über die gesamtgesellschaftlichen Gefahren für Demokratie und Meinungsfreiheit auf. Wir stärken diejenigen, die Gewalt im Netz ausgesetzt sind, und zeigen potentiellen Täter*innen, dass ihre Taten Konsequenzen haben. Wir schützten dadurch den Erhalt unserer Demokratie.

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Demokratie verteidigen.

HateAid klärt über die Hintergründe und Mechanismen digitaler Gewalt auf, denn wir sind in Sorge um unsere offene, liberale Demokratie. Mit dem Siegeszug sozialer Medien hat gleichzeitig eine massive Zunahme an Hass im Netz stattgefunden. In einer vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft durchgeführten Umfrage in Hessen gaben 84 % der Teilnehmenden an, schon einmal Hassrede im Internet gesehen zu haben. Jede*r dritte Befragte gab an, im Internet bereits beleidigt worden zu sein. 13% berichten von Gewaltandrohungen.

 

Wer schon mal einen Hate Storm erlebt oder auch nur beobachtet hat, zieht sich aus Diskussionen zurück oder zögert zukünftig, seine Meinung offen zu äußern. Digitale Gewalt schreckt Menschen ab, weiterhin ihre Meinung in den politischen Diskurs einzubringen.

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Betroffene beraten.

Mit unserer Plattform wollen wir Angegriffenen eine erste Anlaufstelle geben, um Schutz und Hilfe zu finden. HateAid begleitet Betroffene durch die persönliche Extremsituation und entlastet sie. Wir unterstützen Angegriffene bei ihrer Abwehr- und Kommunikationsstrategie und können dabei ihre Perspektive einnehmen, denn unsere eigenen Erfahrungen mit digitaler Gewalt fließen in die Organisation mit ein. Gemeinsam mit externen Therapeuten unterstützen wir beim Verarbeiten von Hass, helfen beim Sichern von Beweismaterial und bei der Nachbearbeitung.

 

Die Betroffenenberatung geschieht kostenlos und ohne Ansehen der Person, ihrer Meinung oder ihres politischen Hintergrundes. Ausgeschlossen von der Beratung allerdings sind Personen, die selbst Hass im Netz verbreiten.

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Recht durchsetzen.

Strafverfolgungsbehörden wie Polizei und Staatsanwaltschaften sind bei Gewalt im Internet überfordert oder nehmen das Thema nicht ernst genug. Verfahren werden in der Regel ohne Konsequenzen für die Täter*innen eingestellt. Gegen Beleidigungen, Bedrohungen oder Verleumdungen können Angegriffene hauptsächlich auf dem zivilrechtlichen Weg vorgehen und müssen Gerichtskosten vorstrecken sowie ggf. Anwaltskosten zahlen. Dieses finanzielle Eigenrisiko wollen und können viele jedoch nicht eingehen.

 

Das Fatale daran: Die meisten Täter*innen werden nicht zur Rechenschaft gezogen und nehmen das Netz als rechtsfreien Raum wahr. Die Betroffenen bleiben ohnmächtig zurück.

 

Diesem Umstand wollen wir uns mit unserem Angebot entgegenstellen. Wir stehen Angegriffenen mit persönlicher, inhaltlicher und juristischer Unterstützung zur Seite. Wir stellen Betroffenen kostenfrei eine kompetente anwaltliche Beratung und Vertretung zur Seite und übernehmen nach Prüfung des Falles die Kosten für eine Zivilklage.

Werden Sie aktiv gegen digitalen Hass!

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