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Rechtssichere Screenshots erstellen: Wie geht das?

Am Ende vieler Artikel von HateAid findest du diesen Hinweis: „Wenn du von digitaler Gewalt betroffen bist, wende dich hier an uns. Wir helfen dir. Erstelle zunächst einen rechtssicheren Screenshot des Hasskommentars, um die Beweise zu sichern.“

Rechtssichere Screenshots im Internet sind so etwas wie Augenzeug*innen in der analogen Welt: Sie belegen die Straftat, die gegen dich begangen wurde. Das Internet hat eine große Reichweite, Hass und Hetze können rasend schnell verbreitet werden – und es ist schnelllebig. Das bedeutet, dass auch Hasskommentare, Verleumdungen, diffamierende Bilder oder andere illegale Inhalte schnell wieder gelöscht werden können. Manchmal beruhigt es uns, dass die Inhalte plötzlich nicht mehr online zu sein scheinen. Gleichzeitig kann aber auch keine Strafverfolgung erfolgen, wenn es keine Beweismittel gibt. Deshalb ist es so, so, so wichtig, möglichst sofort rechtssichere Screenshots von potentiell strafrechtlich relevanten Inhalten zu erstellen.

Wie erstelle ich einen rechtssicheren Screenshot?

Einen Screenshot, also ein Foto des Bildschirminhaltes, haben wahrscheinlich alle schon einmal erstellt. Am PC funktioniert das ebenso gut wie am Handy. Was aber den Screenshot erst rechtssicher macht, haben wir für euch zusammengestellt.

Ein rechtssicherer Screenshot muss neben dem Kommentar unbedingt das vollständigeDatum (TT.MM.JJJJ) und die Uhrzeit der gemeldeten Inhalte enthalten sowie den (User-)Namen der*des mutmaßlichen Täter*in. Außerdem muss der Kontext ersichtlich sein, in dem der Kommentar gepostet wurde. Es reicht also nicht, nur den Kommentar selbst zu sichern. Auch im Nachhinein muss das Posting oder Foto, auf das sich der Kommentar bezieht, zu sehen sein. Eine strafrechtliche Verfolgung ist nur dann aussichtsreich, wenn zu erkennen ist, gegen wen sich der Hasskommentar richtet. Es gibt im Internet frei verfügbare Tools, die das Sichern von Inhalten leichter machen.

Auch die Plattform, auf der der Kommentar hinterlassen wurde, muss aus dem Screenshot hervorgehen. Und apropos Plattform: Je nach Social-Media-Kanal gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, wie ein rechtssicherer Screenshot zu erstellen ist. Für die Schritt-für-Schritt-Erklärung klick einfach auf das jeweilige Plattform-Bild: 

Bildschirm mit zensiertem Kommentar auf YouTube, der mit einem rechtssicheren Screenshot gesichert werden soll
YouTube
Bildschirm mit zensiertem Kommentar auf Twitter und How to: Rechtssichere Screenshots bei Twitter aufnehmen
Twitter
Bildschirm mit zensiertem Kommentar auf Facebook und Slogan How to: Rechtssichere Screenshots bei Facebook aufnehmen
Facebook
Bildschirm mit zensiertem Kommentar auf Instagram und Slogan How to: Rechtssichere Screenshots bei Instagram aufnehmen
Instagram
Handy mit einer Meldung der Tagesschau und Slogan How to: Rechtssichere Screenshots bei TikTok aufnehmen
TikTok

Weitere Tipps für rechtssichere Screenshots

Screenshots können sowohl am Handy als auch am PC oder Laptop erstellt werden. Wenn du dir nicht sicher bist, wie das funktioniert, dann findest du genaue Anleitungen hier für Mac, hier für Windows und hier für Linux.

Bitte denke auch daran, nicht nur die Screenshots von den Inhalten sondern auch die URLs zum Kommentar und zum Profil der*des mutmaßlichen Täter*in zu sichern.   

Ein allerletzter Hinweis: Rechtssichere Screenshots sind eine wichtige Grundlage für die Nachverfolgung von Straftaten im Netz. Um andere, wie z. B. unser Beratungsteam von HateAid, vor potentiell verstörenden Inhalten zu schützen, warne uns wenn möglich bitte vor, wenn du uns z. B. Dickpics, Gewaltvideos oder Ähnliches schickst. Ein kurzer Hinweis reicht dabei vollkommen und macht uns die Arbeit sehr viel angenehmer 😊

HateAid hilft dir

Und wie immer: Wenn du Hilfe brauchst, wende dich hier an uns. Sollte es dir in einer Notsituation nicht möglich sein, selbst einen rechtssicheren Screenshot zu erstellen, helfen wir dir gern dabei. Denk nur immer daran: Je zeitnaher ein Screenshot erstellt wird, desto besser.

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